Namibia hat derzeit rund
575.000 SchülerInnen landesweit unterzubringen. Der jährliche
Zuwachs beträgt etwa zehn- bis zwölftausend.
Die Schülerzahl entspricht
ungefähr 30 % der Bevölkerung, entsprechend dem letzten
Zensus sind 42 % der Bevölkerung jünger als 15 Jahre.
Die Regierung ist daher
trotz aller Anstrengungen – jährlich gehen über
20 % des Haushaltes in den Bildungsbereich - nicht in der Lage,
die Kinder entsprechend unterzubringen.
Auch fehlt es an den
nötigen Mitteln, um die bestehenden Schulen usw. zu unterhalten.
Bedingt durch die Weite
des Landes sind viele SchülerInnen in Heimen untergebracht.
Die Regierung ist aus
finanziellen Gründen nur bedingt in der Lage, den Bereich
der vorschulischen Bildung, sprich Kindergärten und Vorschulen
zu fördern. Die soziale Umgebung der meisten Kinder ist
so unzureichend, dass der Besuch eines Kindergartens oder einer
Vorschule fast eine Voraussetzung für den späteren
schulischen Erfolg ist.
Die Schulen verlangen
von den SchülerInnen einen Beitrag zum Schulentwicklungsfonds.
Offiziell dürfen die Schulen niemanden zurückweisen,
der das nicht bezahlen kann. Tatsächlich werden diese SchülerInnen
wegen Überfüllung der Schule häufig nicht aufgenommen.